Univention Summit 2026: Wie Bayern und Berlin digitale Souveränität vorantreiben
Jonas SchmidtUnivention Summit 2026: Wie Bayern und Berlin digitale Souveränität vorantreiben
Über 550 IT-Führungskräfte und Entscheidungsträger trafen sich vom 28. bis 30. Januar zum Univention Summit 2026 in Bremen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen digitale Souveränität, Innovationen im Open-Source-Bereich und die Verringerung der Abhängigkeit von externen Technologieanbietern. Zu den Teilnehmenden zählten Vertreter aus öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft, Bildung und der IT-Branche, zusätzlich folgten 30 Interessierte dem Event per Livestream.
Der Gipfel präsentierte erfolgreiche Open-Source-Projekte und Strategien für eine souveräne IT in Behörden, Unternehmen und Schulen. Redner betonten, wie wichtig digitale Unabhängigkeit sei, um Wohlstand und Freiheit zu sichern. Diskutiert wurden auch die europäische Zusammenarbeit und der Ausbau von Open-Source-Ökosystemen.
Parallel zur Konferenz fand eine Ausstellung mit 40 Software- und Hardwareherstellern sowie IT-Dienstleistern statt. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen ging es darum, wie Open-Source-Lösungen die Interoperabilität verbessern und Herstellerabhängigkeiten (Vendor Lock-in) verringern können. Die Teilnehmenden forderten klarere politische Vorgaben zur Förderung von Open Source sowie standardisierte technische Rahmenbedingungen.
Während der Veranstaltung stellte Peter Ganten, Geschäftsführer der Univention GmbH, Nubus for Business Continuity vor – ein Open-Source-Backup-System, das Organisationen dabei unterstützt, ihre digitalen Abläufe abzusichern, indem es Identitäts- und Zugriffsmanagement-Funktionen (Identity and Access Management, IAM) schützt.
Mehrere Bundesländer treiben bereits die digitale Modernisierung voran: Bayern und Hessen haben landesgeförderte Projekte gestartet, um die öffentliche Verwaltung bis 2026 zu modernisieren, mit Plänen für eine bundesweite Ausweitung. Auch Berlin entwickelt eine Open-Source-Strategie, um Microsoft-Produkte in seinen Systemen schrittweise zu ersetzen.
Der Gipfel endete mit einem Appell für stärkere politische Maßnahmen zur Förderung von Open Source und digitaler Souveränität. Länder wie Bayern, Hessen und Berlin setzen bereits konkrete Pläne um, um ihre IT-Infrastruktur zu modernisieren. Veranstalter und Teilnehmende verließen die Konferenz mit dem gemeinsamen Ziel, Abhängigkeiten zu verringern und zukunftsfähige digitale Systeme aufzubauen.
