28 April 2026, 04:17

Urteil im Prozess um homophobe Raubüberfälle auf schwule Männer erwartet

Liniengraphik, die einen stetigen Anstieg der Selbstidentifikation von Amerikanern als lesbisch, schwul, bisexuell, transgender oder etwas anderes als heterosexuell von 2012 bis 2021 zeigt.

Urteil im Prozess um homophobe Raubüberfälle auf schwule Männer erwartet

Am Dienstag um 9:00 Uhr wird das Landgericht Frankfurt (Oder) sein Urteil im Prozess gegen sechs Angeklagte verkünden, die beschuldigt werden, gezielt schwule Männer angegriffen zu haben. Zu der Gruppe gehören drei junge Erwachsene und drei Jugendliche, denen schwere Raubdelikte zur Last gelegt werden. Ihre Straftaten umfassten gefälschte Dating-Profile und gewalttätige Übergriffe.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, über Dating-Apps falsche Konten angelegt zu haben, um Opfer in abgelegene Gegenden zu locken. Dort sollen sie die Männer dann beraubt, körperlich angegriffen und mit homophoben Beschimpfungen verbal misshandelt haben. Ermittler fanden zudem Beweise dafür, dass die Gruppe ihre Angriffe systematisch aufzeichnete.

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Wegen des jungen Alters der Beteiligten fanden große Teile des Prozesses unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Behörden betonten, es gebe keine Hinweise auf ein organisiertes Netzwerk oder politische Motive hinter den Taten.

Die Urteilsverkündung erfolgt in einer öffentlichen Sitzung des Landgerichts Frankfurt (Oder).

Im Mittelpunkt des Verfahrens steht eine Serie gezielt geplanter Angriffe, bei denen Dating-Plattformen ausgenutzt wurden, um Opfer in die Falle zu locken. Das Gericht wird sich in seiner Entscheidung mit den Vorwürfen des Raubes, der Körperverletzung und homophober Beleidigungen befassen. Die endgültige Urteilsverkündung ist für Dienstagmorgen angesetzt.

Quelle