USA entführen Maduro aus Venezuela – internationale Empörung über völkerrechtswidrige Aktion
Anton HuberThüringer BSW kritisiert Merz wegen Haltung zu Venezuela - USA entführen Maduro aus Venezuela – internationale Empörung über völkerrechtswidrige Aktion
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores sind bei einer nächtlichen Aktion von US-Kräften festgenommen und aus dem Land gebracht worden. Der Schritt hat weltweit scharfe Kritik ausgelöst – Vorwürfe lauten, die USA hätten gegen das Völkerrecht verstoßen, da sie ohne UN-Mandat handelten.
Zu den ersten Kritikern zählte die Führung der Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Thüringen. Gernot Süßmuth, Co-Vorsitzender der Partei, bezeichnete die Militäraktion als „klaren Bruch mit den Prinzipien der Vereinten Nationen“ und betonte, es gebe keinen Beschluss des UN-Sicherheitsrats, der den Einsatz rechtfertige. Katja Wolf, Landesvorsitzende der BSW und Thüringens Finanzministerin, ging noch weiter und warf Bundeskanzler Friedrich Merz vor, die US-Aktion nicht deutlich genug verurteilt zu haben.
Die BSW fordert von der Bundesregierung eine öffentliche Verurteilung des Vorgehens. Zudem vermutet die Partei wirtschaftliche Motive hinter der Operation – insbesondere Venezuelas Rolle als wichtiger Öllieferant. International hat bisher kein Land die US-Aktion offen unterstützt. Stattdessen kamen scharfe Verurteilungen aus dem Iran, Kuba, Russland und von Kolumbiens Präsident Gustavo Petro. Die deutsche Regierung reagierte dagegen zurückhaltend: Sie äußerte Besorgnis und beobachtet die Lage über ihr Krisenteam sowie die Botschaft in Caracas.
Die Festnahme Maduros und Flores’ hat die USA mit ihrer Aktion isoliert. Ohne Rückhalt anderer Staaten und angesichts wachsender Kritik steht die Rechtmäßigkeit des Einsatzes weiter infrage. Unterdessen fordern Venezuelas Verbündete und Beobachter Konsequenzen für das, was sie als schweren Souveränitätsbruch bezeichnen.
