Ver.di-Chef Werneke fordert nach Kanzleramt-Gesprächen Reformen für Kaufkraft und Wachstum
Jana SimonVer.di-Chef Werneke fordert nach Kanzleramt-Gesprächen Reformen für Kaufkraft und Wachstum
Frank Werneke, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, hat nach einem Treffen mit Spitzenvertretern der Koalition und Sozialpartnern im Kanzleramt seine Forderungen bekräftigt. Er lobte die Gespräche und bezeichnete Format sowie Atmosphäre als positiv.
Werneke betonte, die Koalitionsspitzen hätten „mit großer Aufmerksamkeit und aufrichtigem Interesse“ zugehört. Die Gespräche seien konstruktiv verlaufen, doch gebe es weiterhin Differenzen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften – insbesondere bei den Sozialversicherungssystemen und der Arbeitsmarktpolitik.
Der Gewerkschaftschef forderte Reformen, um die Kaufkraft zu stärken und echtes Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Gleichzeitig warnte er vor Kürzungen im Sozialbereich, die er als „Sozialabbau und Verwüstung“ brandmarkte. Werneke machte deutlich, dass Ver.di seine Argumente einbringen und dialogbereit bleibe, sich aber nicht als „Schattenregierung“ geriere.
Die nächste Entscheidung liege nun bei der Koalition, so Werneke. Ver.di werde die Ergebnisse der Beratungen anschließend prüfen.
Das Treffen im Kanzleramt endete in einer positiven Stimmung; Werneke zeigte sich zufrieden mit der gezeigten Gesprächsbereitschaft. Die Gewerkschaft erwarte nun die Beschlüsse der Koalition, um diese zu bewerten. Ver.dis Haltung zu Sozialleistungen und Wirtschaftsreformen bleibt dabei unverändert fest.






