Ver.di fordert nach tödlichem Angriff mehr Schutz für Beschäftigte im öffentlichen Dienst
Felix MaierVerdi: Stoppe Gewalt gegen Mitarbeiter - Ver.di fordert nach tödlichem Angriff mehr Schutz für Beschäftigte im öffentlichen Dienst
Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Deutschland sehen sich zunehmend verbalen Beleidigungen, Drohungen und sogar körperlichen Angriffen bei der Arbeit ausgesetzt. Betroffen sind verschiedene Bereiche – von Krankenhäusern und Kitas über den Einzelhandel bis hin zum öffentlichen Nahverkehr. Nun fordert die Gewerkschaft ver.di nach einem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter strengere gesetzliche Schutzmaßnahmen.
Die Gewerkschaft betont, dass Mitarbeiter in kundenorientierten Berufen regelmäßig mit Aggressionen konfrontiert sind. Die Vorfälle reichen von Beschimpfungen bis hin zu gewalttätigen Übergriffen, doch spezifische Gesetze, die diese Beschäftigten vor solchen Risiken schützen, gibt es bisher nicht. Zwar existieren allgemeine Arbeitsschutzinitiativen wie Arbeit: Sicher + Gesund (ASUG), diese konzentrieren sich jedoch auf Themen wie psychische Gesundheit und hybrides Arbeiten – nicht auf die Prävention von Gewalt.
Ver.di argumentiert, dass Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet seien, für Sicherheit zu sorgen – etwa durch Schutzvorkehrungen und ausreichende Personaldecke in besonders gefährdeten Bereichen. Die Gewerkschaft hat sich verpflichtet, für diese Schutzmaßnahmen zu kämpfen, und zwar durch Tarifverhandlungen, betriebliche Aktionen und politischen Druck.
Der Aufruf erfolgt nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter, der die Forderungen nach verbindlichen rechtlichen Schutzregelungen verschärft hat. Ver.di besteht darauf, dass ohne konkrete Maßnahmen die Beschäftigten weiter schutzlos steigender Aggression ausgesetzt bleiben.
Der Vorstoß der Gewerkschaft kommt zu einer Zeit, in der die Zahl der Gewaltvorfälle am Arbeitsplatz weiter zunimmt. Sollten die geforderten Schutzmaßnahmen durchgesetzt werden, könnten sie klarere rechtliche Standards für die Verantwortung der Arbeitgeber setzen. Bis dahin bleiben die Beschäftigten im öffentlichen Dienst ohne gezielte staatliche Unterstützung den Risiken ausgesetzt.
New Data Reveals Escalating Violence Against Public Workers in Germany
New data highlights the escalating violence against public service workers in Germany, prompting urgent calls for legal reforms. Key findings include:
- Violent acts against police, rescue services, and firefighters rose by 4.9% in 2024, with 3,324 attacks reported against Deutsche Bahn staff.
- 64% of Deutsche Bahn attacks targeted train staff, and 85% of bus/train employees faced verbal abuse.
- The federal government acknowledges this as a growing societal issue, with regional 'zero tolerance' policies emerging in response.





