07 March 2026, 18:14

Vincentz bleibt AfD-Chef in NRW – doch der Machtkampf geht weiter

Ein deutscher Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa, mit Textinformationen über die Partei.

Vincentz wiedergewählt als Vorsitzender der AfD NRW - Vincentz bleibt AfD-Chef in NRW – doch der Machtkampf geht weiter

Martin Vincentz ist als Landesvorsitzender der Alternative für Deutschland (AfD) in Nordrhein-Westfalen wiedergewählt worden. Der 39-jährige Arzt erhielt 54,7 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen den 52-jährigen Bundestagsabgeordneten Fabian Jacobi durch, der ihn direkt herausgefordert hatte.

Das Ergebnis fällt vor dem Parteitag 2026 in Marl, wo Vincentz mit weiterem Druck vom rechtsextremen Flügel der AfD konfrontiert werden dürfte.

Vincentz führt den Landesverband seit 2022 an und gilt innerhalb der Partei als gemäßigtere Stimme. Seine Wiederwahl stärkt seine Aussichten, bei der Landtagswahl 2027 als Spitzenkandidat der AfD anzutreten.

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Die Abstimmung fand vor dem Hintergrund tiefer Spaltungen im Landesverband statt. Vor der Wahl hatten die Delegierten einen Vorschlag für eine Doppelspitze abgelehnt. Trotz der internen Spannungen behielt Vincentz sein Amt – sein Stimmenanteil von 54,7 Prozent zeigte jedoch, dass es erheblichen Widerstand gegen ihn gibt.

Sein Herausforderer Fabian Jacobi kam auf 43,4 Prozent der Stimmen. Der Wahlkampf spiegelte den anhaltenden Konflikt zwischen Vincentz' eher moderater Haltung und dem rechtsextremen Flügel wider, der von Matthias Helferich angeführt wird.

Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass die AfD bei der Landtagswahl 2027 etwa 15 Prozent der Stimmen gewinnen könnte. Das wäre ein deutlicher Anstieg gegenüber den 5,4 Prozent, die die Partei 2022 erreichte.

Mit seiner Wiederwahl bleibt Vincentz vorerst an der Spitze der AfD in Nordrhein-Westfalen. Das Ergebnis ebnet den Weg für weitere interne Machtkämpfe, während sich die Partei auf den Parteitag 2026 und die Landtagswahl 2027 vorbereitet. Seine Führung wird sowohl von innerparteilichen Rivalen als auch von der Herausforderung auf die Probe gestellt, die wachsende Wählerunterstützung zu halten.

Quelle