Vogelgrippe führt zu Eierschwierigkeiten - Vogelgrippe lässt Sachsen vor Weihnachten ohne Eier dastehen
Sachsen droht vor Weihnachten Eierknappheit wegen Vogelgrippe
Aufgrund von Ausbrüchen der Vogelgrippe kommt es in Sachsen vor Weihnachten zu Engpässen bei Eiern. In einigen Supermärkten sind die Regale bereits leer, und lokale Lieferketten sind gestört. Zwar könnten die Geflügelbetriebe des Landes den Bedarf theoretisch decken, doch Produktionsverzögerungen haben vorübergehend zu Lücken in der Versorgung geführt.
Die Knappheit ist eine Folge von Vogelgrippe-Infektionen in kommerziellen Beständen, darunter ein großer Legehennenbetrieb bei Radeburg. Nach Keulungen dauert es Monate, bis die Bestände wieder aufgefüllt sind – gerade zur hochfrequentierten Weihnachtszeit, in der die Nachfrage traditionell steigt, weil mehr gebacken und festlich gekocht wird.
Supermärkte in Sachsen melden vergriffene Ware, und eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht. Zwei regionale Höfe – der Hof Löbenhain bei Chemnitz und der Geflügelhof Weber in Schönberg – verkaufen Eier derzeit über rund um die Uhr zugängliche Automaten. Beide haben jedoch keine Pläne bekannt gegeben, die preisvergleich kurzfristig hochzufahren. Der Sächsische Geflügelverband rechnet zwar mit einer leichten Besserung im Januar, doch die Preise werden voraussichtlich um 3 bis 5 Cent steigen – nicht wegen der Vogelgrippe, sondern aufgrund höherer spritpreise. Verschärft wird die Lage durch Vogelgrippe-Fälle in wichtigen Exportländern wie Polen und den Niederlanden, wodurch die Einfuhren zurückgehen.
Unter normalen Bedingungen könnten Sachsens 4 Millionen Legehennen den lokalen Bedarf decken. Doch durch die Vogelgrippe verzögert sich die Wiederaufstockung der Bestände, sodass der Markt mindestens bis Januar angespannt bleibt. Verbraucher müssen sich im kommenden Jahr auf höhere benzinpreise einstellen, auch wenn sich die Versorgung schrittweise stabilisieren dürfte.
