07 March 2026, 12:17

VW-Betriebsrätin Cavallo öffnet Tür für Rüstungsdeals mit Rheinmetall in Osnabrück

Ein VW-Autohaus mit parkenden Autos vorne, umgeben von Pflanzen und einem Baum, mit Glaswänden und Fenstern, unter einem sichtbaren Himmel.

VW-Betriebsrätin Cavallo öffnet Tür für Rüstungsdeals mit Rheinmetall in Osnabrück

VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo zeigt Offenheit für Rüstungsaufträge bei Rheinmetall und VFL Osnabrück

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Die Vorsitzende des Volkswagen-Betriebsrats, Daniela Cavallo, hat sich erstmals positiv zu möglichen Rüstungsaufträgen für den Autokonzern geäußert. Ihre Äußerungen fallen in eine Phase massiver Stellenstreichungen und Produktionsumstellungen bei VW. Gleichzeitig betont Cavallo, dass keine Werksschließungen geplant seien – auch nicht am Standort Osnabrück, wo auch der VFL beheimatet ist.

In den vergangenen fünf Jahren hat die VW-Tochter MAN ihre Produktion von Militärfahrzeugen deutlich ausgebaut. Allein Aufträge im Wert von über sechs Milliarden Euro umfassen 914 Lkw für die Bundeswehr sowie 400 Fahrzeuge für die niederländischen Streitkräfte. In Zusammenarbeit mit Rheinmetall entstanden zudem schwere Transportfahrzeuge wie der HX-Lkw und ein 20-/40-Tonnen-Lastenträger.

Cavallo sieht nun auch für das VW-Werk Osnabrück Potenzial in der Rüstungsproduktion. Europa müsse seine Abhängigkeit von externen Lieferanten in Sicherheitsfragen verringern, argumentiert sie. Hintergrund sind Gerüchte über eine mögliche Kooperation mit Rheinmetall, das bereits mit MAN an militärischen Projekten arbeitet.

Parallel dazu läuft bei Volkswagen ein 2024 beschlossener Sparplan, der bis 2030 den Abbau von 35.000 Stellen in Deutschland vorsieht. Der Konzern versichert zwar, auf betriebsbedingte Kündigungen und Standorschließungen zu verzichten – doch die Produktionsverlagerungen haben bereits begonnen: Noch in diesem Jahr endet in Osnabrück die Fertigung von Porsche-Modellen, der VW T-Roc Cabriolet läuft Mitte 2027 aus.

Weitere Sparmaßnahmen, die die Belegschaft belasten, lehnt Cavallo ab. Sie räumt ein, dass die Branche mit Herausforderungen wie geopolitischen Spannungen und Handelskonflikten kämpft, doch der Erhalt von Arbeitsplätzen bleibe Priorität.

Volkswagens Einstieg in die Rüstungsproduktion könnte die Zukunft des Standorts Osnabrück neu prägen. Das Unternehmen sucht einen Ausgleich zwischen Stellenabbau und neuen Aufträgen, um Werksschließungen zu vermeiden. Cavallos Haltung spiegelt die Bemühungen wider, sich an veränderte industrielle und geopolitische Rahmenbedingungen anzupassen.

Quelle