VW plant radikale Umstrukturierung: Vier Werke und 100.000 Jobs in Gefahr
Jonas SchmidtVW plant radikale Umstrukturierung: Vier Werke und 100.000 Jobs in Gefahr
Die Volkswagen Group hat Pläne bekannt gegeben, bis 2030 vier Werke zu schließen und weltweit 100.000 Arbeitsplätze abzubauen. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Umstrukturierungsprogramms, das die Effizienz steigern und nicht ausgelastete Produktionskapazitäten abbauen soll. Die Vorschläge stoßen bereits auf starken Widerstand der Gewerkschaften.
Betroffen sind Standorte in Hannover, Zwickau, Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm. Die Werke in Zwickau und Emden konzentrieren sich auf die Produktion von batterieelektrischen Fahrzeugen, während in Neckarsulm vor allem Verbrennungsmotoren und Hybridmodelle gefertigt werden. Einige europäische Fabriken laufen derzeit mit weniger als 60 Prozent Auslastung, wobei ungenutzte Kapazitäten für bis zu 800.000 Fahrzeuge pro Jahr bestehen.
Der Gewinn pro Fahrzeug stieg 2024 auf 5.919 US-Dollar, nach 3.593 US-Dollar im Jahr 2016. Dennoch bleiben die Produktionskosten in Europa höher als in Asien, insbesondere in China. Im Rahmen der Umstrukturierung könnte eine Abspaltung der Kernmarke Volkswagen Pkw sowie der Komponentensparte erfolgen.
Die Gewerkschaft IG Metall, die die Belegschaft vertritt, hat Widerstand gegen die Stellenstreichungen und Werksschließungen angekündigt. Die Unternehmensführung von Volkswagen betont, dass entschlossenes Handeln notwendig sei, um die deutschen Standorte wieder an die volle Auslastung heranzuführen.
Ziel der Umstrukturierung ist es, bis 2030 finanzielle und operative Herausforderungen zu bewältigen. Den Werken in Hannover, Zwickau, Emden und Neckarsulm droht die Schließung, wobei mit erheblichen Arbeitsplatzverlusten zu rechnen ist. Der Widerstand der Gewerkschaften könnte die Pläne verzögern oder verändern, während die Verhandlungen andauern.
