Wadephul nennt USA-Iran-Abkommen "positiven Schritt" – aber warnt vor langen Verhandlungen
Jonas SchmidtWadephul nennt USA-Iran-Abkommen "positiven Schritt" – aber warnt vor langen Verhandlungen
Außenminister Johann Wadephul hat sich zum jüngsten Abkommen zwischen den USA und dem Iran geäußert und es als „positiven Schritt“ bezeichnet. Trotz Anzeichen einer Entspannung der Beziehungen rechnet er mit langen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm.
Wadephul betonte, dass die iranische Führung angesichts des militärischen und wirtschaftlichen Drucks mittlerweile die Gefahr einer existenziellen Krise erkenne. Diese Einsicht habe sie an den Verhandlungstisch gebracht.
Das Abkommen bezeichnete er als „Schritt in die richtige Richtung“, warnte jedoch, dass die Gespräche über die nukleare Abrüstung Zeit brauchen würden. Die genauen Inhalte der Vereinbarung seien noch unklar, gab Wadephul zu: „Wir kennen noch nicht alle Details.“
Erstmals werden die USA und der Iran direkte Gespräche führen, statt sich auf Vermittler wie Pakistan oder Katar zu stützen. Wadephul äußerte sich vorsichtig optimistisch und hofft, dass das Abkommen zu einer politischen Lösung beiträgt. Zudem erwarte er, dass die angekündigte Unterzeichnung noch an diesem Freitag stattfinden werde.
Das Abkommen markiert einen Wandel in den Beziehungen zwischen den USA und dem Iran, da direkte Verhandlungen indirekte Kanäle ersetzen. Wadephuls Aussagen deuten auf einen langen Weg hin – geprägt von wirtschaftlichem und militärischem Druck, die Irans Herangehensweise prägen. Die Unterzeichnung wird bis Ende der Woche erwartet.






