11 March 2026, 12:14

Wahlmanipulation in Düdingen: Verdacht auf Stimmensammlung erschüttert Kommunalwahl

Eine Schwarz-Weiß-Radierung einer Gruppe von Menschen in einem Raum, die sich um ein zentrales Papier mit Text und Farboptionen oben versammeln, symbolisiert eine korrupte Wahl.

Wahlmanipulation in Düdingen: Verdacht auf Stimmensammlung erschüttert Kommunalwahl

In Düdingen in der Schweiz ist eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Wahlmanipulation durch Stimmensammlung bei den Kommunalwahlen eingeleitet worden. Beamte entdeckten Dutzende Wahlzettel mit nahezu identischer Handschrift während der Auszählung der Stimmen von der Abstimmung am 24. November. Der Fall wurde nun an die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg überwiesen.

Die Unregelmäßigkeiten kamen vergangenen Sonntag ans Licht, als Wahlhelfer die Stimmzettel prüften. Sie stellten fest, dass mehrere Dutzend Stimmen auffällig ähnliche Handschriften aufwiesen, was Bedenken wegen möglicher Manipulation weckte. Das Wahlbüro informierte umgehend die Bezirksverwaltung der Region Sense.

Nach Schweizer Recht ist das Sammeln und Einreichen fremder Stimmen – auch als Stimmenklau bekannt – eine Straftat. Artikel 282bis des Strafgesetzbuchs verbietet diese Praxis ausdrücklich. Die Behörden prüfen nun, ob die mutmaßlichen Manipulationen das Wahlergebnis beeinflusst haben könnten.

Der Gemeinderat von Düdingen umfasst 36 Sitze. Bei der jüngsten Wahl sicherte sich die CVP 14 Mandate, die FDP gewann 9, die SVP erhielt 8, während SP und Grüne 4 bzw. 1 Sitz errangen. Noch ist unklar, ob die verdächtigen Unregelmäßigkeiten diese Ergebnisse verzerrt haben.

Die Staatsanwaltschaft wird nun entscheiden, ob Anklage erhoben wird. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen den Beteiligten rechtliche Konsequenzen. Der Fall könnte zudem eine Überprüfung der Wahlverfahren im Bezirk nach sich ziehen.

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