Warnstreik in Bremen: GEW erhöht Druck nach gescheiterter Tarifrunde
Felix MaierGewerkschaft ruft angestellte Lehrkräfte zu Warnstreik auf - Warnstreik in Bremen: GEW erhöht Druck nach gescheiterter Tarifrunde
Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst stocken nach abgelehntem Lohnforderung
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hat die Forderung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nach einer siebenprozentigen Lohnerhöhung abgelehnt. Die Gespräche werden nun später in dieser Woche in Potsdam fortgesetzt.
Die Verhandlungen über die Löhne im öffentlichen Dienst der Länder hatten am 3. Dezember begonnen. Die GEW pocht seit Beginn der Gespräche auf eine Erhöhung um sieben Prozent. Die TdL lehnte den Vorschlag jedoch ab, was zu weiteren Verzögerungen führte.
Als Reaktion darauf hat die GEW in Bremen für Dienstag einen ganztägigen Warnstreik an kommunalen Schulen angekündigt. Durch die Aktion könnten die Nachmittagsbetreuung sowie Unterstützungsangebote für Inklusionsschüler beeinträchtigt werden. In anderen Bundesländern sind bisher keine ähnlichen Streiks geplant, obwohl es bereits Mitte Januar in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zu Arbeitsniederlegungen gekommen war.
Beide Seiten kommen am Donnerstag wieder an den Verhandlungstisch zurück. Das Treffen in Potsdam soll die Blockade bei Löhnen und Arbeitsbedingungen überwinden.
Die abgelehnte Lohnofferte hat in Bremen zu Arbeitskampfmaßnahmen geführt. Schulen und Betreuungsdienste müssen mit Schließungen rechnen, während der Streit anhält. Weitere Gespräche werden zeigen, ob es bundesweit zu weiteren Streiks kommt.
