29 March 2026, 18:22

Warum deutsche Firmen trotz Fachkräftemangel auf Betriebswohnungen verzichten

Plakat mit einem Bild des Weißen Hauses und Text, der den Biden-Harris-Wirtschaftsplan als blue-collar-Blueprint für die Schaffung von gut bezahlten Jobs präsentiert, die Familien unterstützen, ohne einen vierjährigen Abschluss zu erfordern.

Warum deutsche Firmen trotz Fachkräftemangel auf Betriebswohnungen verzichten

Betriebswohnungen könnten deutschen Unternehmen Vorteile im Wettbewerb um Fachkräfte verschaffen – das legt eine aktuelle Studie nahe. Demnach betrachten 58 Prozent der Firmen solche Angebote als Instrument zur Personalgewinnung, während 55 Prozent eine bessere langfristige Mitarbeiterbindung bestätigen. Doch nur ein kleiner Teil setzt bisher auf diese Leistung.

Aktuell stellen lediglich neun Prozent der deutschen Unternehmen direkte Wohnmöglichkeiten für Beschäftigte bereit. Weitere 21 Prozent unterstützen indirekt, etwa durch Mietzuschüsse oder Umzugshilfen. Trotz der potenziellen Vorteile bleibt die Verbreitung gering.

Als größtes Hindernis nennen zwei Drittel der Betriebe den angespannten Wohnungsmarkt. Hohe Kosten und bürokratische Hürden schrecken ebenfalls ab: 39 Prozent empfinden die finanzielle und administrative Belastung als zu groß. Zudem haben 45 Prozent Schwierigkeiten, verlässliche Partner in der Wohnungswirtschaft zu finden.

In den nächsten fünf Jahren planen nur vier Prozent der Unternehmen, Betriebswohnungen einzuführen. Philipp Deschermeier, Experte auf diesem Gebiet, plädiert für klarere Richtlinien und schnellere Genehmigungsverfahren für Projekte vor Ort, um mehr Firmen zum Handeln zu bewegen. Gleichzeitig betont er den Wettbewerbsvorteil für jene, die bereits aktiv werden – insbesondere bei der Sicherung qualifizierter Arbeitskräfte.

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Die Studie zeigt eine Kluft zwischen Interesse und Umsetzung: Viele Unternehmen erkennen zwar die Vorteile für Rekrutierung und Bindung, doch praktische Herausforderungen bremsen sie aus. Ohne Änderungen bei Kosten, Vorschriften oder Marktbedingungen bleibt eine flächendeckende Einführung vorerst unwahrscheinlich.

Quelle