Weihnachtsbesuch in der JVA Neumünster - Weihnachtsbesuch in der JVA Neumünster
Weihnachten hinter Gittern: Ein Moment der Besinnung im Gefängnis Neumünster
Weihnachten ist eine Zeit für Familienfeste und Geborgenheit – doch für Gefangene kann das Fest besonders einsam sein. In der Justizvollzugsanstalt Neumünster gab es in diesem Jahr Bemühungen, den Inhaftierten in der Weihnachtszeit ein wenig Trost zu spenden. Am Heiligabend kamen Beamte und geistliche Vertreter zusammen, um den Häftlingen Unterstützung und Raum für Reflexion zu bieten.
Am 24. Dezember 2025 leiteten Bischof Nora Steen und der Gefängnisgeistliche Jörn Kress einen Gottesdienst in der Justizvollzugsanstalt Neumünster. Die Feier bot den Inhaftierten eine seltene Gelegenheit zur stillen Einkehr und zum Gemeinschaftsgefühl. Auch Kerstin von der Decken, Justizministerin von Schleswig-Holstein, nahm teil und würdigte die besonderen Herausforderungen, mit denen Gefangene an den Feiertagen konfrontiert sind.
Von der Decken betonte, wie schwer Weihnachten für Menschen ist, die von ihren Angehörigen getrennt sind. Sie dankte dem Gefängnispersonal für dessen Einsatz, der dazu beiträgt, die Festtage erträglicher zu gestalten. Zwar bot der Gottesdienst einen Moment der Ruhe – doch die Realität des Gefängnisalltags blieb: Die Inhaftierten konnten die Gemeinschaft mit ihren Familien nicht teilen, die für viele das Fest prägt.
Der Heiligabend-Gottesdienst bildete eine kurze Unterbrechung im strengen Tagesablauf der Justizvollzugsanstalt Neumünster. Die Gefangenen erhielten die Chance, an einem gemeinsamen Moment teilzuhaben, doch die Abwesenheit der Familie lastete schwer auf ihnen. Für das Personal und die Verantwortlichen zeigte die Veranstaltung einmal mehr, wie wichtig es ist, in der Weihnachtszeit Sicherheit mit Menschlichkeit in Einklang zu bringen.
