Winterchaos droht: So überstehen Sie Schnee und Eis auf deutschen Straßen sicher
Jana SimonWinterfahren: Wie man sich im Schnee und Eis verhält - Winterchaos droht: So überstehen Sie Schnee und Eis auf deutschen Straßen sicher
Deutschland bereitet sich auf extremes Winterwetter vor – mit heftigen Schneefällen und Glatteis in weiten Teilen des Landes. Autofahrer werden dringend aufgefordert, besondere Vorsicht walten zu lassen, da die schwierigen Bedingungen das Unfallrisiko auf den Straßen deutlich erhöhen.
Winterreifen sind bei Schnee und Eis gesetzlich vorgeschrieben und müssen das Alpine-Symbol tragen, um als geeignet zu gelten. Experten warnen, dass sich der Bremsweg auf schneebedeckten Straßen im Vergleich zu trockener Fahrbahn auf das Fünffache verlängern kann. Die Reifen sollten zudem eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern aufweisen und nicht älter als acht Jahre sein, da gealterter Gummi selbst bei scheinbar ausreichendem Profil an Haftung verliert.
Vor Fahrtantritt müssen alle Scheiben, Spiegel und das Dach vollständig von Schnee und Eis befreit werden. Ein kleines Guckloch in der Windschutzscheibe reicht nicht aus – es beeinträchtigt die Sicht und kann im Falle eines Unfalls zu einer Mithaftung führen. Bei schlechten Sichtverhältnissen sind Abblendlicht (und bei Bedarf Nebelscheinwerfer) stets einzuschalten, selbst am Tag. Sinkt die Sichtweite im Nebel unter 50 Meter, darf die Nebelschlussleuchte aktiviert werden, allerdings darf die Geschwindigkeit 50 km/h nicht überschreiten. Beginnt das Fahrzeug zu rutschen, sollten Fahrer in den Leerlauf schalten, sanft bremsen und gegenlenken, um die Kontrolle zurückzugewinnen.
Die Behörden betonen, wie wichtig es ist, das Fahrverhalten den Winterbedingungen anzupassen. Eine gründliche Vorbereitung – mit der richtigen Bereifung und freier Sicht – ist entscheidend, um Unfälle zu vermeiden. Wer diese Maßnahmen missachtet, muss bei einem Crash mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.
