Winterchaos in Schleswig-Holstein: Glätte und Streik gefährden Verkehr am Donnerstag
Jonas SchmidtBeschränkter Winterdienst im Norden am Donnerstag - Winterchaos in Schleswig-Holstein: Glätte und Streik gefährden Verkehr am Donnerstag
Autofahrer in Schleswig-Holstein vor Glätte gewarnt – Streik verschärft Winterchaos
Autofahrer in Schleswig-Holstein müssen sich am Donnerstag auf rutschige Straßen einstellen, während Beschäftigte des öffentlichen Dienstes einen Warnstreik durchführen. Die Warnung erfolgt vor dem Hintergrund von Schnee- und Glätteprognosen, wobei mit Einschränkungen bei den Winterdiensten zu rechnen ist. Die Gewerkschaft Verdi hat zu flächendeckenden Arbeitsniederlegungen im gesamten Bundesland aufgerufen, die den Verkehr und die Infrastruktur beeinträchtigen.
Betroffen sind unter anderem Mitarbeiter der Landesstraßen- und Verkehrsbehörde; in Husum ist eine Kundgebung geplant. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern eine Lohnerhöhung von 7 Prozent oder mindestens 300 Euro mehr im Monat. Die Verhandlungen betreffen rund 2,2 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst bundesweit, darunter über 900.000, die direkt bei den Ländern angestellt sind.
Durch den Streik könnte die Winterdienst-Arbeit in ländlichen Gebieten nur eingeschränkt möglich sein. Zwar werden besonders gefährliche Stellen priorisiert behandelt, doch bleibt vor allem morgens die Gefahr von Glatteis bestehen. Private Unternehmen sollen aushelfen, um die Lücken zu schließen, die durch streikende Mitarbeiter der Straßenmeistereien entstehen.
Die nächste Runde der Tarifverhandlungen ist für den 11. Februar in Potsdam angesetzt. Bereits seit Montag, dem 2. Februar 2026, kommt es in 14 Bundesländern zu Warnstreiks, die zu erheblichen Beeinträchtigungen im Nahverkehr führen – Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen sind betroffen.
Am Donnerstag dürften die Straßenverhältnisse durch die Kombination aus Schnee, Eis und reduziertem Winterdienst besonders gefährlich werden. Die Behörden appellieren an die Autofahrer, vorsichtig zu fahren, während Verdi in den laufenden Verhandlungen weiter auf höhere Löhne drängt. Das Ergebnis der Gespräche am 11. Februar wird zeigen, ob es zu weiteren Arbeitskämpfen kommt.
