Wittstocks Krankenhaus schließt trotz Gewinnen – was kommt stattdessen?
Jana SimonPoliklinik in Wittstock soll Modell für Brandenburg werden - Wittstocks Krankenhaus schließt trotz Gewinnen – was kommt stattdessen?
Krankenhaus Wittstock schließt trotz schwarzer Zahlen bis Anfang 2027
Die Schließung des Krankenhauses Wittstock steht fest – obwohl die Einrichtung nachrichten gewinnbringend arbeitet. Hintergrund ist eine bundesweite Reform, die Veränderungen in der Gesundheitsversorgung Brandenburgs erfordert. Ein neues medizinisches Versorgungszentrum soll Teile der Krankenhausfunktionen übernehmen, doch zentrale Details stehen noch aus.
Die Schließung ist Teil umfassender aktuelle nachrichten in der Region. Vier von fünf Krankenhäusern in Brandenburg schreiben derzeit Verluste, einige verzeichnen zweistellige Millionendefizite. Die Wittstocker Einrichtung hingegen blieb wirtschaftlich stabil.
Die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Magen-Darm-Störungen wird künftig ins Krankenhaus Pritzwalk verlegt. In Wittstock bleibt eine Notfallstation erhalten, um die akutmedizinische Versorgung zu sichern. Die neue Poliklinik, die auf dem Gelände einer ehemaligen Textilfabrik entstehen soll, vereint ambulante und stationäre Angebote unter einem Dach.
Betrieben wird das neue Versorgungszentrum vom Universitätsklinikum Brandenburg (ukrb), das die Verantwortlichen als Leuchtturmprojekt für die regionale Gesundheitsversorgung bezeichnen. Eine Arbeitsgruppe hat bis Ende Februar Zeit, ein tragfähiges Betriebsmodell zu entwickeln. Ein Fertigstellungstermin für das Zentrum steht jedoch noch nicht fest.
Mit der Schließung des Krankenhauses vollzieht sich ein Wandel in der medizinischen Versorgung der Region. Während die Poliklinik die Behandlungsangebote bündelt, sichert die Notfallstation die Weiterführung der Akutversorgung. Weitere Details zu Zeitplan und Finanzierung stehen noch aus.
