13 March 2026, 14:15

ZDK reformiert sich nach Machtkampf mit dem ZVK – mehr Transparenz, weniger Streit

Das BMW-Hauptquartier in Frankfurt, Deutschland, ein großes Glasgebäude mit Text darauf, mit Menschen, die vor dem Gebäude auf der Straße gehen und einem Baum auf der linken Seite.

ZDK reformiert sich nach Machtkampf mit dem ZVK – mehr Transparenz, weniger Streit

Die Spannungen zwischen dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und dem Zentralverband Kraftfahrzeugtechnik (ZVK) haben zu tiefgreifenden Reformen innerhalb des ZDK geführt. Die im Januar 2024 beschlossenen Änderungen zielen darauf ab, die Transparenz zu stärken und die Governance-Struktur der Organisation neu zu ordnen. Gleichzeitig hat ein langjähriger Streit über Mitgliedsbeiträge weitgehend an rechtlicher Brisanz verloren.

Der Konflikt eskalierte im Oktober 2025, als der ZVK 95 Prozent der Mitgliedsbeiträge des ZDK einforderte. Als Reaktion führte der ZDK eine überarbeitete Beitragsstruktur ein und warf dem ZVK vor, ein "bewusst herbeigeführtes Szenario" zu schaffen, um eine Spaltung zu erzwingen.

Die Reformen vom Januar markieren den ersten Schritt zu einer klareren Trennung der beiden Verbände. Der ZDK zentralisiert nun die Sprecherrechte und strukturiert seine Ausschüsse neu, die künftig rein beratend tätig sein sollen. Eine zentrale Neuerung reduziert die garantierten Mandate für Handwerksvertreter: Künftig wird nur noch ein Vertreter im ZDK-Vorstand sitzen – gewählt durch demokratische Abstimmung in der Mitgliederversammlung.

Um eine Entfremdung der Werkstätten zu verhindern, hat der ZDK zudem direkte Wege für ihren Beitritt zur Bonner Zentrale geschaffen. Die Umstrukturierung steht im Einklang mit dem Bestreben der Organisation nach mehr Transparenz und einer Struktur, die die Branchenrealitäten besser widerspiegelt.

Die Reformen des ZDK kommen zu einem kritischen Zeitpunkt, da die Spannungen mit dem ZVK ihren Höhepunkt erreichen. Personalentscheidungen werden künftig durch Mitgliedervoten getroffen, und die Beratungsgremien erhalten klarere Zuständigkeiten. Zwar hat der Rechtsstreit um die Beiträge an Schärfe verloren, doch die Neuordnung deutet auf einen Wandel in der Selbstverwaltung der Organisation hin.

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