ZF verkauft seine Fahrerassistenz-Sparte an Samsung-Tochter Harman
Anton HuberZF verkauft seine Fahrerassistenz-Sparte an Samsung-Tochter Harman - ZF verkauft seine Fahrerassistenz-Sparte an Samsung-Tochter Harman
ZF verkauft Sparten für Fahrerassistenzsysteme an Samsung-Tochter Harman
ZF verkauft Sparten für Fahrerassistenzsysteme an Samsung-Tochter Harman
ZF verkauft Sparten für Fahrerassistenzsysteme an Samsung-Tochter Harman
- Dezember 2025, 09:16 Uhr
Der deutsche Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen vollzieht tiefgreifende Veränderungen in seinem Geschäft. Das Unternehmen plant, bis 2028 bis zu 14.000 Stellen in Deutschland abzubauen und gleichzeitig Teile seines Geschäfts zu veräußern. Ein zentraler Schritt ist der Verkauf seiner Sparte für fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme (ADAS) an die Samsung-Tochter Harman International für 1,5 Milliarden Euro.
ZF kämpft seit Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten. Millionenverluste resultieren aus rückläufiger Fahrzeugproduktion, geringeren Auftragseingängen der Hersteller und dem zögerlichen Umstieg auf Elektromobilität. Bis Ende September war die Verschuldung des Konzerns auf über 10,6 Milliarden Euro angestiegen.
Um die finanzielle Last zu verringern, einigte sich ZF am 23. Dezember 2025 auf den Verkauf seines ADAS-Geschäfts an Harman. Die Transaktion im Wert von 1,5 Milliarden Euro soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden. Rund 3.750 ZF-Mitarbeiter wechseln im Rahmen des Deals zu Harman. Der Verkauf umfasst nicht die gesamte Elektroniksparte von ZF: Das Unternehmen behält seine Fahrwerkstechnologien, passive Sicherheitssysteme sowie Aktivitäten im Bereich autonomes Fahren für Nutzfahrzeuge. Harman hingegen stärkt damit seine Position in den Bereichen vernetzte und intelligente Fahrzeugtechnologien.
ZF plant, den Erlös aus dem Verkauf zur Schuldenreduzierung zu nutzen. Die Umstrukturierung sieht zudem erhebliche Stellenstreichungen vor: Bis Ende 2028 könnten in Deutschland bis zu 14.000 Arbeitsplätze wegfallen.
Der Verkauf der ADAS-Sparte an Harman markiert einen wichtigen Schritt in der Neuausrichtung von ZF. Mit den 1,5 Milliarden Euro aus dem Deal will das Unternehmen seine Schulden abbauen und die Finanzen stabilisieren. Die Stellenkürzungen und geschäftlichen Anpassungen werden die Operations des Konzerns in den kommenden Jahren grundlegend verändern.
