Zuckersteuer ab 2025: Wie Deutschland 20 Milliarden Euro sparen will
Die deutsche Regierung treibt ihre Pläne zur Erhöhung der Steuern voran, um das Haushaltsdefizit zu verringern. Zu den Vorschlägen gehört eine neue Abgabe auf zuckerhaltige Getränke, die Teil eines umfassenden Pakets mit 66 Empfehlungen ist. Finanzminister Lars Klingbeil strebt an, durch diese Maßnahmen 20 Milliarden Euro einzusparen.
Ein Ausschuss hat eine gestaffelte Steuer auf zuckergesüßte Getränke wie Cola und Limonaden vorgeschlagen. Damit folgt Deutschland dem Vorbild Großbritanniens, wo eine ähnliche Abgabe im vergangenen Jahr allein 377 Millionen Euro einbrachte. Die regierende Koalition aus SPD und CDU plant nun, die Zuckersteuer 2025 einzuführen.
Die Regierung hat die Finanzierungslücke bereits um mehr als die Hälfte reduziert und sie auf unter 30 Milliarden Euro gedrückt. Zwar ist das Defizit für 2027 geschlossen, für 2028 bleibt jedoch noch eine Deckungslücke. Um diese zu schließen, stehen weitere Steuererhöhungen zur Debatte, darunter höhere Abgaben auf Tabak, Alkohol sowie eine neue Kunststoffsteuer.
Nicht alle Parteien unterstützen die Zuckerabgabe. Die CDU hatte die Idee bereits auf ihrem Parteitag im Februar abgelehnt. Dennoch setzt die Koalition den Vorschlag als Teil umfassender Bemühungen um, die Belastung der Krankenkassen zu verringern.
Die Zuckersteuer ist nur ein Baustein einer größeren Finanzstrategie. Neben höheren Steuern auf Alkohol und Tabak kürzt die Regierung auch staatliche Hilfen und Subventionen. Diese Maßnahmen sollen die öffentlichen Finanzen stabilisieren und die verbleibende Haushaltslücke weiter verkleinern.






