24 June 2026, 08:13

Zwei Drittel der Studiengänge ohne NC: Wie sich der Hochschulzugang 2026 verändert

Beschränkungen an Universitäten nehmen weiter ab

Zwei Drittel der Studiengänge ohne NC: Wie sich der Hochschulzugang 2026 verändert

Mehr als zwei Drittel der Studiengänge an deutschen Hochschulen werden im Wintersemester 2026/27 ohne Zulassungsbeschränkungen angeboten. Dies stellt eine deutliche Veränderung gegenüber den Vorjahren dar – für Studierende, die einen Platz in ihrem Wunschfach ergattern möchten, gibt es nun weniger Hürden.

Noch vor einem Jahrzehnt verlangte fast die Hälfte aller Bachelorstudiengänge bestimmte Noten oder andere Aufnahmekriterien. Heute gelten solche Einschränkungen nur noch für 31,6 Prozent der Studienangebote – ein Rückgang um 0,9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Das bedeutet: Sieben von zehn grundständigen Studiengängen nehmen mittlerweile alle Bewerber auf, unabhängig von ihren Abiturnoten.

Die Entwicklung verläuft regional unterschiedlich. Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz bieten die besten Chancen, da dort weniger als jedes fünfte Studienfach Zulassungsbeschränkungen hat. Auch Hamburg verzeichnet einen deutlichen Rückgang: Innerhalb von nur zwei Jahren sank der Anteil der beschränkten Studiengänge von 62,4 auf 37,6 Prozent. Berlin und Baden-Württemberg hingegen weisen nach wie vor die höchsten Anteile an zulassungsbeschränkten Studienplätzen auf.

Die Zahlen zeigen einen klaren Trend zu offenerem Hochschulzugang. Studierende stoßen bei der Bewerbung für die meisten grundständigen Studiengänge in Deutschland auf weniger Hindernisse. Die Entwicklung spiegelt eine generelle Tendenz wider, Zugangshürden in vielen Teilen des Landes abzubauen.

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