Bremen fordert Sofortmaßnahmen für mehr Sicherheit im Schienenverkehr
Jonas SchmidtBremen fordert Sofortmaßnahmen für mehr Sicherheit im Schienenverkehr
Bremen fordert Bund, Bundespolizei und Deutsche Bahn zu sofortigen Maßnahmen für mehr Sicherheit im Schienenverkehr auf
Das Land Bremen hat die Bundesregierung, die Bundespolizei und die Deutsche Bahn aufgefordert, unverzüglich Schritte zur Verbesserung der Sicherheit im Bahnverkehr zu ergreifen. Gefordert werden schärfere Gesetze, ein verstärkter Sicherheitsaufwand und bessere Finanzierung, um Mitarbeiter und Fahrgäste zu schützen. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund eines deutlichen Anstiegs gewalttätiger Vorfälle in Zügen und auf Bahnhöfen in ganz Deutschland.
Allein im vergangenen Jahr wurden bundesweit über 3.200 körperliche Angriffe auf Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr registriert. Als Reaktion darauf pocht Bremen auf ein bundesweites Verbot von Waffen und Messern in allen Bahnanlagen – durchgesetzt von den Bundesbehörden. Senatorin Özlem Ünsal, zuständig für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, betonte, dass die Bundesregierung den rechtlichen Rahmen schaffen und die langfristige Finanzierung dieser Maßnahmen sichern müsse.
Bremen begrüßt zwar einen gemeinsamen Aktionsplan für mehr Bahnsicherheit, besteht jedoch auf klar definierte Zuständigkeiten. Der Stadtstaat drängt zudem auf einen flexiblen, risikobasierten Einsatz zusätzlichen Personals in Zügen. Dazu gehören die Einstellung weiterer Zugbegleiter und Sicherheitsteams – finanziert durch den Bund.
Um die Sicherheit weiter zu stärken, fordert Bremen mehr Bundespolizisten an neuralgischen Punkten und in Zügen. Zudem soll es Echtzeit-Zugriff auf Videoaufzeichnungen aus den Wagen geben, um Vorfälle zu verhindern und schneller darauf reagieren zu können. Ünsal lehnt rein technische Lösungen ab und argumentiert, dass eine Kombination aus Personal, rechtlichen Änderungen und Finanzmitteln unerlässlich sei.
Das Land verlangt außerdem härtere Strafen für Angriffe auf Verkehrsmitarbeiter. Lücken im Strafgesetzbuch müssten geschlossen werden, so Bremen, damit Täter, die Beschäftigte angreifen, mit strengeren Konsequenzen rechnen müssen.
Bremens Forderungen konzentrieren sich auf konkrete Schritte: ein Waffenverbot, mehr Polizeipräsenzen und gesicherte Mittel für zusätzliches Personal. Die Bundesregierung steht nun unter Druck, bei Rechtsreformen und finanzieller Unterstützung zu handeln. Ohne diese Änderungen, warnen die Verantwortlichen, bleibe die Sicherheit von Mitarbeitern und Fahrgästen weiter gefährdet.






