Bremens Tourismus boomt 2022 – doch Fachkräftemangel droht den Aufschwung zu bremsen
Jonas SchmidtBremens Tourismus boomt 2022 – doch Fachkräftemangel droht den Aufschwung zu bremsen
Bremens Tourismusbranche verzeichnete 2022 einen deutlichen Aufschwung
In den ersten Monaten des Jahres 2022 erlebte Bremens Tourismussektor einen kräftigen Aufschwung: Die Ankünfte und Übernachtungen stiegen im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2021 um mehr als das Doppelte. Von Januar bis Juni zählte die Stadt 443.438 Ankünfte und 881.465 Übernachtungen – angetrieben durch Großveranstaltungen und die Einführung des 9-Euro-Tickets. Trotz dieses Wachstums sieht sich die Branche nun jedoch mit einem akuten Personalmangel konfrontiert, was neue Rekrutierungsinitiativen erfordert.
In der ersten Jahreshälfte 2022 verzeichnete Bremen einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen. Die Ankünfte stiegen um 210,1 Prozent, die Übernachtungen um 143,9 Prozent im Vergleich zu 2021. Das 9-Euro-Ticket spielte dabei eine zentrale Rolle und lockte mehr Privatreisende in die Stadt.
Deutsche Gäste machten mit 85 Prozent den Großteil der Übernachtungen aus, während die Niederlande mit 19.489 Übernachtungen der wichtigste ausländische Quellmarkt waren. Großveranstaltungen im Sommer trieben die Hotelauslastung in den Monaten Juli und August zusätzlich in die Höhe. Allerdings kämpfte der Sektor mit einer geringeren Anzahl an Hotels – 89 im Jahr 2022 gegenüber 96 im Jahr 2019 –, wobei die Bettenkapazität mit rund 12.472 stabil blieb.
Trotz der Erholung leidet die Bremener Tourismusbranche unter einem massiven Fachkräftemangel. Als Reaktion darauf startet die WFB (Wirtschaftsförderung Bremen) Kampagnen, um sowohl qualifizierte als auch ungelernte Arbeitskräfte zu gewinnen. Unterdessen verzeichneten Jugendherbergen in Norddeutschland, darunter auch Teile Niedersachsens, im Jahr 2022 über eine Million Übernachtungen und übertrafen damit trotz anfänglicher Einschränkungen das Vorkrisenniveau.
Der Tourismusaufschwung in Bremen zu Beginn des Jahres 2022 war durch Rekordbesucherzahlen und eine starke Hotelnachfrage geprägt. Nun konzentriert sich die Branche darauf, den Personalmangel zu beheben, um das Wachstum nachhaltig zu sichern. Offizielle Daten für die zweite Jahreshälfte liegen noch nicht vor, doch regionale Trends deuten auf eine fortschreitende Erholung hin.






