Kennedy attackiert Deutschland wegen Pandemie-Strafverfahren gegen Ärzte und Patienten
Anton HuberUS-Außenminister kritisiert Deutschland wegen COVID-19-Verfahren - Kennedy attackiert Deutschland wegen Pandemie-Strafverfahren gegen Ärzte und Patienten
US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. kritisiert deutsche Regierung wegen Strafverfahren im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie
In einem scharf formulierten Schreiben hat der US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. die deutsche Regierung für ihr Vorgehen in Strafverfahren im Rahmen der Coronavirus-Pandemie angegriffen. Er warf den Behörden vor, die Patientenautonomie zu untergraben, und forderte ein sofortiges Ende der von ihm als politisch motiviert bezeichneten Verfolgungen.
Kennedy, eine umstrittene Figur im Kabinett von Präsident Donald Trump, behauptete, dass über 1.000 deutsche Ärzte und tausende ihrer Patienten wegen der Ausstellung von Befreiungen von der Maskenpflicht und COVID-19-Impfungen rechtlich belangt würden. Seine Äußerungen haben die Debatte über medizinische Freiheit und staatliche Aufsicht während der Pandemie neu entfacht.
Das Schreiben richtete Kennedy am Freitag an die deutsche Gesundheitsministerin Nina Warken – wobei er ihren Nachnamen in einem Post auf X fälschlicherweise als 'Workin' angab. Darin forderte er die Regierung auf, die Strafverfahren einzustellen und medizinische Zulassungen wiederherzustellen, die seiner Ansicht nach zu Unrecht entzogen wurden. Er argumentierte, dass die Kriminalisierung von Ärzten, die Patienten beraten, ein grundlegendes Prinzip freier Gesellschaften verletze.
Der US-Politiker bestand darauf, dass Bürger in Deutschland das Recht hätten, eigene medizinische Entscheidungen ohne staatliche Einmischung zu treffen. Er warf Berlin vor, die persönliche Wahlfreiheit einzuschränken und die Patientenautonomie in der Pandemiebekämpfung zu ignorieren. Konkrete Belege für seine Behauptungen legte Kennedy jedoch nicht vor; er verwies lediglich darauf, aus nicht näher bezeichneten Berichten von den Verfahren 'erfahren' zu haben.
Kennedys Aussagen erfolgen vor dem Hintergrund jahrelanger Kontroversen um seine Impfskepsis und die Verbreitung von Verschwörungstheorien. Sein jüngster Vorstoß lenkt die Aufmerksamkeit auf die anhaltenden Spannungen zwischen öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen und individuellen Freiheitsrechten in Deutschland.
Das Schreiben ist Kennedys neuerlicher Versuch, von seiner Position in der Trump-Administration aus Einfluss auf die internationale Gesundheitspolitik zu nehmen. Sein Appell an Deutschland, den Kurs zu ändern, spiegelt tiefere Meinungsverschiedenheiten über Pandemie-Beschränkungen und medizinische Ethik wider. Die deutsche Regierung hat sich bisher nicht öffentlich zu seinen Vorwürfen oder Forderungen geäußert.
