Linken fordern altersarmutssichere Rente für Alleinerziehende - Linken fordern altersarmutssichere Rente für Alleinerziehende
Die Bundesregierung prüft derzeit mehrere Rentendreformpläne, die stabile Rentenhöhen sichern und die Leistungen ausweiten sollen. In Thüringen hat die Linke auf die wachsende Altersarmut hingewiesen – besonders bei Alleinerziehenden, die häufig mit prekären Arbeitsverhältnissen und geringeren Einkommen über ihr gesamtes Berufsleben hinweg konfrontiert sind.
Die Thüringer Linke setzt sich für eine stärkere Unterstützung von Ein-Eltern-Familien ein. Ein zentraler Vorschlag ist ein verpflichtender 28-tägiger Elternurlaub für den zweiten Elternteil, beginnend mit der Geburt des Kindes. Damit soll das langfristige Risiko von Altersarmut für Alleinerziehende verringert werden.
Die Partei fordert zudem einen Ausbau der Kinderbetreuung sowie eine faire Bezahlung für unbezahlte Pflegearbeit. Katja Maurer, sozialpolitische Sprecherin der Linken, betonte, dass Renten ein Leben ohne Armut garantieren müssten – insbesondere für benachteiligte Gruppen. Über familienbezogene Reformen hinaus wirbt die Linke für ein einheitliches Rentensystem, in das alle Erwerbstätigen – also auch Selbstständige und Beamte – gleichmäßig einzahlen sollen. Georg Maier, Vorsitzender der Thüringer SPD, unterstützt das Konzept einer Bürgerversicherung und signalisiert damit parteiübergreifendes Interesse an strukturellen Änderungen.
Die Debatten unter Abgeordneten kreisen darum, wie Altersarmut verhindert und gleichzeitig faire Rentenstandards gewahrt werden können. Sollten die Reformen umgesetzt werden, könnten sie die Unterstützung für Alleinerziehende neu gestalten und die Rentenbeiträge über alle Berufsgruppen hinweg vereinheitlichen. Die anstehenden Diskussionen werden zeigen, ob diese Maßnahmen Teil der künftigen Rentenpolitik Deutschlands werden.
