27 March 2026, 18:16

SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Start-up-Fonds für mehr Wachstum

Altes deutsches Wertpapier mit rotem Regierungsstempel, das gedruckten Text, Zahlen und zusätzliche Stempel enthält.

SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Start-up-Fonds für mehr Wachstum

Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, um in Deutschland ein kapitalgedecktes Rentensystem einzuführen. Ihr Vorschlag sieht die Einrichtung eines "Bundes-Rentenfonds" vor, der in Start-ups und wachsende Unternehmen investieren könnte. Der Vorstoß folgt jüngsten Bundestagsreformen zur privaten Altersvorsorge und kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die SPD ein umfassenderes Reformprogramm vorbereitet.

Die Parlamentarier wollen die Vorschriften lockern, damit Versicherer und Pensionsfonds freier in Start-ups investieren können. In ihrem Positionspapier schlagen sie vor, bis zu fünf Prozent des Vermögens des neuen Fonds in junge Unternehmen oder europäische Firmen zu stecken, die sich auf einen Börsengang vorbereiten. Auch Privatpersonen sollen über neue Tranchen in Dachfonds leichter Zugang zu Wachstumsunternehmen erhalten.

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Der Plan knüpft an die bestehende WIN-Initiative an, ein öffentlich-privates Programm, das ursprünglich bis 2030 zwölf Milliarden Euro für Start-ups mobilisieren sollte. Nach den neuen Vorschlägen könnte das Volumen bis dahin auf 25 Milliarden Euro steigen. Der Fonds würde zunächst als freiwilliges Produkt für betriebliche und private Altersvorsorge starten, langfristig aber auch die gesetzliche Rente stärken.

Um Investitionen weiter anzukurbeln, fordert das Papier "Forschungs- und Entwicklungssteuergutschriften" zur Unterstützung junger Unternehmen. Diese Maßnahmen entsprechen dem Koalitionsvertrag von 2025 zwischen CDU/CSU und SPD, der eine Verdopplung der Start-up-Förderung vorsah. Die Vorschläge ergänzen zudem die Reformstrategie von SPD-Chef Lars Klingbeil, indem sie einen besonderen Fokus auf Start-ups legen.

Der Plan befindet sich noch in der Ausarbeitung; die finalen Details stehen noch nicht fest. Sollte er umgesetzt werden, würde dies einen deutlichen Wandel bedeuten, wie Pensionsfonds und Versicherer den deutschen Start-up-Sektor fördern. Gleichzeitig könnten sich für private Anleger neue Investmentchancen eröffnen.

Quelle