29 April 2026, 12:16

Stefan Evers übernimmt Berlins Kulturverwaltung nach Skandal um Millionen-Fehlverwendung

Logo der Berliner Finanzinitiative mit einem blauen Kreis mit weißer Umrandung und einem weißen "B" in der Mitte, umgeben von einem weißen Ring mit einem blau-weißen Karomuster, alles auf einem weißen Hintergrund mit der schwarzen Schrift "Berlin Finance Initiative" in fetter Schrift.

Stefan Evers übernimmt Berlins Kulturverwaltung nach Skandal um Millionen-Fehlverwendung

Berlins Kulturverwaltung bekommt neuen Chef nach Rücktritt von Sarah Wedl-Wilson

Nach dem Rücktritt von Sarah Wedl-Wilson letzte Woche steht an der Spitze der Berliner Kulturverwaltung ein Wechsel an. Die Personalie folgt auf einen kritischen Prüfbericht, der finanzielle Unregelmäßigkeiten in ihrem Ressort aufgedeckt hatte. Am Dienstagabend bestimmten CDU-Vertreter Stefan Evers zu ihrem Nachfolger als Kultursenator.

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Der Skandal hatte begonnen, als der Berliner Rechnungshof feststellte, dass unter Wedl-Wilsons Verantwortung 2,6 Millionen Euro für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus rechtswidrig bewilligt worden waren. Sie trat daraufhin am Freitag zurück und hinterließ die Position unvergeben. Noch am Dienstagnachmittag stand kein Nachfolger fest.

Am Abend kamen die CDU-Bezirksvorsitzenden zusammen, um über eine Nachfolge zu entscheiden. Zunächst war Thomas Heilmann im Gespräch, doch er setzte sich nicht durch. Stattdessen fiel die Wahl auf Stefan Evers, der derzeit die Senatsverwaltung für Finanzen leitet. Seine finanzpolitische Erfahrung und sein kulturelles Engagement machten ihn zum favorisierten Kandidaten.

Evers wird nun bis zu den Berliner Abgeordnetenhauswahlen im September 2023 sowohl das Finanz- als auch das Kulturressort verantworten. Bürgermeister Kai Wegner nahm an der Sitzung teil, in der die Entscheidung endgültig fiel. Evers ist bereits in zentrale Finanzverhandlungen eingebunden, darunter die Regelungen zur Hauptstadtfinanzierung.

Sein Amtsantritt im Kulturbereich erfolgt zu einer Zeit, in der die Ausgaben des Ressorts weiterhin unter kritischer Beobachtung stehen. Die Doppelfunktion wird Evers bis zu den anstehenden Wahlen ausüben. Mit der Berufung soll nach den Enthüllungen des Rechnungshofs, die zum Rücktritt Wedl-Wilsons führten, wieder Stabilität in die Verwaltung gebracht werden.

Quelle