NRW lockert Feuerwerksregeln: Mehr Freiheit für Städte zu Silvester
Anton HuberReul setzt sich weiter gegen generelles Feuerwerksverbot ein - NRW lockert Feuerwerksregeln: Mehr Freiheit für Städte zu Silvester
Nordrhein-Westfalen prüft Änderungen der Feuerwerksregeln vor Silvester
Innenminister Herbert Reul hat vorgeschlagen, das Sprengstoffrecht anzupassen – statt ein generelles Verbot von Böllern und Raketen zu verhängen. Ziel der Pläne ist es, den Städten mehr Kontrolle darüber zu geben, wo Feuerwerk gezündet werden darf.
Die Landesregierung unter Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) will die Genehmigungspraxis für Feuerwerk vereinfachen und die Verkaufszeiten ausweiten. Bisher dürfen Feuerwerkskörper der Kategorie F2 drei Tage vor Silvester verkauft werden – künftig sollen es sechs Tage sein. Zudem könnte der Verkauf bereits ab 6 Uhr morgens beginnen, und die Auflagen für professionelle Shows sollen gelockert werden, um lokale Veranstaltungen zu fördern.
Reul betonte, ein vollständiges Verbot wäre überzogen. Stattdessen setzt er auf Flexibilität: Kommunen sollen die Möglichkeit erhalten, Feuerwerk in stark frequentierten Stadtbereichen zu untersagen. Zwar verliefen die Feiern im vergangenen Jahr vergleichsweise ruhig, doch bleibe das Risiko von Verletzungen und Störungen bestehen.
Die Polizei ist auf die Silvesternacht vorbereitet – mit ausreichend Einsatzkräften und Verstärkung im Bedarfsfall. Trotz der Bedenken ist Reul überzeugt, dass ein ausgewogener Ansatz, der auf ein pauschales Verbot verzichtet, der richtige Weg ist.
Die geplanten Änderungen würden den Städten mehr Spielraum bei der Regelung von Feuerwerk einräumen, ohne die Tradition gänzlich abzuschaffen. Falls der Vorschlag angenommen wird, könnten die neuen Regeln bereits in diesem Jahr in Kraft treten. Die Behörden bleiben vorsichtig, hoffen aber, dass die Anpassungen die Risiken verringern – ohne die Feierkultur komplett zu verbieten.
