Proteste in Berlin: Wut über US-Militäroperation in Venezuela entlädt sich
Anton HuberProtest in Berlin gegen US-Aktion in Venezuela - Proteste in Berlin: Wut über US-Militäroperation in Venezuela entlädt sich
Hunderte Demonstranten füllten am Wochenende das Brandenburger Tor in Berlin, um gegen eine Militäroperation der USA in Venezuela zu protestieren, die zur Festnahme von Präsident Nicolás Maduro und seiner Frau führte. Die Teilnehmer forderten die deutsche Bundesregierung und die Vereinten Nationen auf, gegen das Vorgehen Stellung zu beziehen.
Die Proteste begannen, nachdem US-Spezialeinheiten Maduro in Caracas festgesetzt hatten. Berichten zufolge war die Operation erfolgreich verlaufen, und der venezolanische Staatschef wurde in Gewahrsam genommen. Viele der Demonstranten hielten Schilder hoch, auf denen sie seine sofortige Freilassung forderten.
Redner bei der Kundgebung bezeichneten das Vorgehen der USA als inakzeptable Invasion. Ein Teilnehmer sprach von einer "Entführung des Präsidenten eines souveränen Staates". Andere zeigten sich schockiert über das, was sie als aggressiven Akt gegen Venezuela brandmarkten. Die meisten Anwesenden schienen mit linkspolitischen Organisationen verbunden zu sein. Ihre Parolen konzentrierten sich auf zwei zentrale Forderungen: eine offizielle Verurteilung der US-Operation und die Freilassung Maduros. An die Bundesregierung und die UN richtete sich der Appell, diplomatisch einzugreifen. Sicherheitskräfte beobachteten die Demonstration, griffen jedoch nicht ein. Die Kundgebung verlief friedlich, auch wenn die Stimmung unter den Teilnehmern angespannt war.
Die Berliner Demonstration unterstrich den wachsenden Widerstand gegen die US-Operation in Venezuela. Die Protestierenden machten deutlich, dass sie sowohl Maduros Freilassung als auch eine formelle Rüge durch internationale Institutionen fordern. Die Veranstaltung endete ohne Festnahmen, doch die Organisatoren kündigten an, ihre Forderungen weiter vehement zu vertreten.
