Rekordpetition für Böller-Verbot sammelt 2,7 Millionen Unterschriften – doch die Politik bleibt untätig
Jonas SchmidtKein Verlangen nach Feuerwerk - Rekordpetition für Böller-Verbot sammelt 2,7 Millionen Unterschriften – doch die Politik bleibt untätig
Eine Petition, die ein vollständiges Verbot von Böllern in Deutschland fordert, hat alle Rekorde gebrochen. Bis Dienstagnachmittag hatte sie bereits rund 2,7 Millionen Unterschriften gesammelt – und ist damit die größte Unterschriftenaktion, die das Land je gesehen hat.
Die Kampagne wurde von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) ins Leben gerufen, die sich für ein bundesweites Verbot des privaten Feuerwerksverkaufs einsetzt. Trotz der massiven öffentlichen Unterstützung gab es bisher jedoch keine gesetzlichen Änderungen.
Die GdP startete die Petition, um strengere Regeln für Böller durchzusetzen. Ihr Ziel: den privaten Verkauf komplett zu stoppen. Begündet wird dies mit den jährlichen Verletzungen und Störungen durch Feuerwerkskörper. Die Resonanz war überwältigend – aus dem gesamten Bundesgebiet gingen Unterschriften ein.
Bis Dienstagmittag hatte die Aktion bereits etwa 2,7 Millionen Unterstützer verzeichnet – ein Wert, der alle bisherigen Petitionen in der Geschichte des Landes übertrifft. Dennoch bleibt der private Verkauf von Feuerwerkskörpern nach wie vor erlaubt, obwohl die Zustimmung in der Bevölkerung enorm ist.
In Berlin werben weiterhin einige Geschäfte mit dem Verkauf von Böllern. Zwar wurden keine konkreten Läden namentlich genannt, doch die Praxis bleibt rechtlich zulässig. Der Vorstoß der GdP für ein Verbot hat bisher zu keinen offiziellen Einschränkungen geführt – der Verkauf läuft also vorerst unverändert weiter.
Die Petition hält nun den Rekord als die meistunterstützte öffentliche Initiative Deutschlands. Doch die Bundesregierung hat die Forderung nach einem Böllerverbot bisher nicht umgesetzt. Der private Verkauf bleibt legal, und in Städten wie Berlin werden Kunden weiterhin Feuerwerkskörper angeboten.
