Selbstbestimmungsgesetz führt zu Rekordzahlen bei Geschlechtsänderungen in Großstädten
Jana SimonSelbstbestimmungsgesetz führt zu Rekordzahlen bei Geschlechtsänderungen in Großstädten
In Deutschlands größten Städten steigt die Zahl der offiziellen Geschlechtsänderungen seit Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes
Seit dem 1. November 2024, als das neue Gesetz in Kraft trat, können Menschen ihr rechtlich registriertes Geschlecht leichter anpassen. Berlin verzeichnet mit insgesamt 2.747 Fällen die meisten Änderungen.
Der Bundestag hatte das Selbstbestimmungsgesetz verabschiedet, um das Verfahren zur Änderung des Geschlechtseintrags zu vereinfachen. Damit entfallen langwierige bürokratische Hürden, die bisher mit einer solchen Anpassung verbunden waren.
Allein in Berlin gab es seit November 2.747 Änderungen: 1.062 Personen wechselten zwischen männlich und weiblich, 354 ließen sich als „divers“ eintragen, und 381 strichen ihren Geschlechtseintrag vollständig.
Es folgen Hamburg mit 972 Änderungen, Köln mit 735, München mit 597, Frankfurt mit 448 und Leipzig mit 388. Auffällig ist, dass in diesen Städten mehr Frauen rechtlich zu Männern (1.522) als Männer zu Frauen (1.270) wechselten.
Das Selbstbestimmungsgesetz hat zu einem spürbaren Anstieg bei der Aktualisierung von Geschlechtseintragungen geführt. Die offiziellen Zahlen zeigen einen deutlichen Trend in den Großstädten – mit Berlin als Spitzenreiter. Das Gesetz verändert nachhaltig, wie Menschen in Deutschland ihr Geschlecht rechtlich definieren.
