Fünfzig Schafe verwandeln bayerischen Supermarkt in eine Weide
Ein Supermarkt in Bayern erlebte diese Woche eine ungewöhnliche Störung, als fünfzig Schafe in die Verkaufsräume spazierten. Der Vorfall ereignete sich am Montag in einem Penny-Markt in Burgsinn, Unterfranken. Verletzte gab es zwar keine, doch die unerwarteten Besucher sorgten für etwa zwanzig Minuten für erhebliche Aufregung.
Gegen Mittag drangen die Schafe in den Supermarkt ein und überraschten sowohl Mitarbeiter als auch Kunden. Marktleiter Jürgen Kippes alarmierte sofort die Polizei, nachdem klar wurde, dass der Schäfer nirgands zu sehen war. Die Beamten fanden den Besitzer später – er hatte die Kontrolle über die Herde verloren.
Die Tiere streiften ungehindert durch die Gänge, warfen Regale um und hinterließen ihre Hinterlassenschaften. Trotz des Durcheinanders verzichtete der Supermarkt darauf, dem Schäfer die Reinigungskosten in Rechnung zu stellen. Stattdessen sprang der Regionalleiter mit einem überraschenden Angebot ein: Er übernahm die Patenschaft für die Schafe – und zwar für ein ganzes Jahr. Die Behörden bestätigten, dass weder Menschen noch Tiere zu Schaden kamen. Der Schäfer, nachdem er ausfindig gemacht worden war, trieb die Herde zügig zusammen und führte sie vom Marktgelände weg.
Mittlerweile läuft im Supermarkt wieder alles wie gewohnt. Dank der Patenschaft des Regionalleiters wird die Herde in den nächsten zwölf Monaten bei Fütterung und Pflege unterstützt. Für die Anwohner bleibt die skurrile Begegnung eine unvergessliche Anekdote – ohne bleibende Schäden.
