Bremer Schüler simulieren Gesetzgebung im Bundesrat – mit echten politischen Themen
Felix MaierBremer Schüler simulieren Gesetzgebung im Bundesrat – mit echten politischen Themen
Schülerinnen und Schüler von sechs Schulen in Bremen und Bremerhaven nehmen bald an einem einzigartigen Trainingsprogramm zur Arbeit des Bundesrates teil. Die Veranstaltung ermöglicht es jungen Menschen, politische Entscheidungsprozesse hautnah zu erleben, indem sie die Gesetzgebung auf Bundesebene simulieren. In diesem Jahr stieg die Zahl der Bewerbungen deutlich über die verfügbaren Plätze hinaus.
Die ausgewählten Teilnehmenden kommen von der Carl-von-Ossietzky-Oberschule in Bremerhaven, dem Gymnasium Horn, der Oberschule Findorff, dem Gymnasium an der Hamburger Straße, der Oberschule Lesum sowie eine Schülerin oder ein Schüler von der St.-Johanni-Schule in Bremen. Während der Simulation werden sie aktuelle politische Themen debattieren und eigene Beschlussvorlagen erarbeiten.
In den vergangenen Jahren setzten sich die Jugendlichen unter anderem mit der Wehrpflichtgesetzgebung der Bundesregierung und der rechtlichen Definition von sexueller Belästigung auseinander. Diesmal könnten Bildungspolitik oder Klimaschutz im Mittelpunkt stehen. Die erarbeiteten Beschlüsse werden am 15. Januar 2026 offiziell an Mitglieder des Bundesrates in Berlin überreicht.
Nancy Böhning, Bremer Senatorin für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Staatsrätin, begrüßte das große Interesse an dem Programm. Die Initiative steht Einzelpersonen, Gruppen und ganzen Schulklassen offen und bietet eine seltene Gelegenheit, sich direkt mit dem bundesdeutschen Gesetzgebungsverfahren auseinanderzusetzen.
Das Projekt vermittelt den Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in die Entstehung von Gesetzen auf Bundesebene. Ihre abschließenden Vorschläge werden Anfang nächsten Jahres an die Entscheidungsträger im Bundesrat weitergeleitet. Die hohe Nachfrage nach Plätzen spiegelt das wachsende Interesse junger Menschen an aktiver politischer Teilhabe wider.
