Kubicki und Strack-Zimmermann sorgen mit Muppet-Show-Eklat beim Dreikönigstreffen für Furore
Anton HuberLiberal Muppet Show: FDP Schwergewichte liefern Comedy-Act - Kubicki und Strack-Zimmermann sorgen mit Muppet-Show-Eklat beim Dreikönigstreffen für Furore
Stuttgarter Traditionsevent nimmt ungewöhnliche Wendung: FDP-Politiker sorgen mit Muppet-Show-Auftritt für Eklat
Das traditionelle Dreikönigstreffen in Stuttgart nahm in diesem Jahr eine unerwartete Richtung. Zwei prominente FDP-Politiker sorgten bei der Epiphanie-Veranstaltung im Opernhaus für Aufsehen, indem sie von einer Loge aus Zwischrufe einstreuten – und dabei an die grantigen Muppet-Show-Figuren Statler und Waldorf erinnerten. Ihre Kommentare richteten sich gegen Linksextremismus, ausländische Politiker und sogar die eigenen Parteiprobleme nach der Wahlniederlage 2025.
Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann besuchten das jährliche Dreikönigstreffen, eine politische Zusammenkunft im Stuttgarter Opernhaus. Von ihrer Loge über der Bühne aus unterbrachen die beiden wiederholt die Reden – in Manier der mürrischen Muppet-Show-Heckler. Strack-Zimmermann merkte scherzhaft an, sie sei „nicht Miss Piggy“, doch Kubicki könne durchaus als Kermit durchgehen.
Kubickis Äußerungen wurden jedoch schnell ernster: Er warnte vor einem möglichen terroristischen Anschlag durch linksextreme Gruppen, die „eine Großstadt lahmlegen“ könnten. Zudem kritisierte er den Linken-Co-Vorsitzenden Jan van Aken, dem er vorwarf, linksextreme Gewalt als „dem höheren Zweck dienlich“ zu verharmlosen. In einem makabren Scherz fügte Kubicki hinzu, falls der russische Politiker Dmitri Medwedew einen deutschen Politiker entführen wolle, solle er „lieber van Aken als Friedrich Merz“ nehmen.
Der Eklat ereignete sich zu einer Zeit, in der beide Politiker sich an ihr Leben außerhalb des Bundestags gewöhnen müssen. Die FDP war 2025 an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert, wodurch Kubicki – einst stellvertretender Fraktionsvorsitzender – und Strack-Zimmermann ihre Abgeordnetenmandate verloren. Dennoch bleiben sie präsente Stimmen in der öffentlichen Debatte. Erst kürzlich kritisierte Strack-Zimmermann im ZDF-Interview die europäische Haltung gegenüber Donald Trump, während sich die Partei unter dem neuen Vorsitzenden Christian Dürr auf die anstehenden Landtagswahlen vorbereitet.
Das Dreikönigstreffen, normalerweise eine formelle Plattform für politische Reden, entwickelte sich diesmal zur Bühnenshow. Die Veranstalter äußerten sich zunächst nicht zu den Störungen, doch die Szene verbreitete sich rasant in den sozialen Medien, wo Ausschnitte der Zwischrufe geteilt wurden.
Der Vorfall unterstrich die aktuellen Herausforderungen der FDP nach dem Wahldebakel. Kubicki und Strack-Zimmermann, obwohl nicht mehr im Parlament, nutzten die Bühne für pointierte Aussagen zu Sicherheitspolitik, Außenbeziehungen und der Zukunft ihrer Partei. Ihr unkonventioneller Auftritt sorgte dafür, dass das Treffen aus anderen Gründen Schlagzeilen machte – fernab der gewohnten Tradition.
