Protest mit 14 Thesen: Basisbewegung stellt sich gegen Kirchenreformen in Sachsen

Reformbewegung präsentiert Thesen in Dresdner Kirchen - Protest mit 14 Thesen: Basisbewegung stellt sich gegen Kirchenreformen in Sachsen
Basisbewegung in niedersächsischen Landkreise stellt sich gegen geplante Reformen
Eine Graswurzelbewegung innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens hat mit einer mutigen Aktion gegen die geplanten Reformvorhaben protestiert. Aktivist:innen von „Kirche von unten“ brachten am Fest Epiphanias 14 Thesen an den Türen zweier großer Dresdner Kirchen an – eine bewusste Anspielung auf Martin Luthers historischen Protest von 1517. Mit ihrer Aktion wenden sie sich gegen das, was sie als überstürzte und zu stark zentralisierte Umstrukturierung der Kirche kritisieren.
Die niedersächsischen Landkreise hatten das Projekt „Kirche im Wandel“ ins Leben gerufen, um auf schrumpfende Ressourcen und sich wandelnde gesellschaftliche Rollen zu reagieren. Ziel ist es, die Zukunft der Kirche durch eine Neuordnung ihrer Strukturen zu sichern. Kritiker:innen jedoch warnen, dass die Reformen die Bindung zu den örtlichen Gemeinden schwächen könnten.
Am 6. Januar befestigten Unterstützer:innen von „Kirche von unten“ ihre Thesen an den Portalen der Dresdner Kreuzkirche und Dreikönigskirche. Das symbolträchtige Datum und die gewählte Methode erinnerten an Luthers 95 Thesen, die vor über 500 Jahren die Reformation auslösten. Die Forderungen der Gruppe zielen darauf ab, die lokale Eigenständigkeit zu bewahren: Sie bestehen darauf, dass Gemeinden – und nicht zentrale Gremien – selbst über ihre Größe und Kooperationsmodelle entscheiden sollten. Im Kern argumentiert die Initiative, dass das Subsidiaritätsprinzip die Entscheidungsfindung leiten müsse. Die Gläubigen vor Ort sollten ihre Strukturen selbst gestalten können, statt sich einer Reform von oben zu beugen.
Bischöfin Tobias Bilz hat die Bedenken der Bewegung anerkannt und ihr Engagement als Teil des laufenden Dialogs begrüßt. Zwar zeigt sich Bilz offen für Rückmeldungen, doch die Sprecher:innen von „Kirche von unten“ warnen, dass eine weitere Zentralisierung die Gemeindeglieder entfremden könnte. Ihr Protest macht eine wachsende Kluft deutlich: zwischen denen, die auf Effizienz setzen, und denen, für die basisdemokratische Teilhabe Priorität hat.
Die Debatte über die Zukunft der Kirche kreist nun um die Frage, wie Reformen mit lokaler Mitbestimmung in Einklang zu bringen sind. „Kirche von unten“ hat klargestellt: Jede Umstrukturierung muss die Stimmen der einzelnen Gemeinden respektieren. Wie die niedersächsischen Landkreise darauf reagiert, könnte ihre Beziehung zu den Gemeindegliedern auf Jahre prägen.

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