Sachsen meldet historischen Rückgang bei Asylanträgen – doch Abschiebungen bleiben schwierig
Anton HuberAnzahl der Asylsuchenden in Sachsen deutlich gesunken - Sachsen meldet historischen Rückgang bei Asylanträgen – doch Abschiebungen bleiben schwierig
Sachsen verzeichnet 2025 deutlichen Rückgang bei Asylsuchenden – Schuster spricht von "Wende in der Asylpolitik"
Im Jahr 2025 ging die Zahl der Asylbewerber, die in Sachsen ankamen, stark zurück und erreichte den niedrigsten Stand seit Jahren. Innenminister Armin Schuster (CDU) wertete den Rückgang als Beleg für eine "Wende in der Asylpolitik". Gleichzeitig gab es auch bei Abschiebungen und freiwilligen Ausreisen abgelehnter Asylsuchender deutliche Veränderungen.
Nur 5.189 Asylanträge wurden 2025 in Sachsen registriert – ein Rückgang gegenüber 10.120 im Jahr 2024 und 23.120 im Jahr 2023. Schuster führte die Entwicklung auf strengere Regelungen zurück, wobei die Zahlen 5.942 ukrainische Geflüchtete vor Russlands Angriffskrieg nicht berücksichtigen (2024: 1.912).
Die Zahl der durchgeführten Abschiebungen sank 2025 weiter auf nur noch 917 – halb so viele wie im Vorjahr. Behörden begründeten den Rückgang damit, dass 64 Prozent der geplanten Abschiebungen scheiterten, weil Betroffene untertauchten. Gleichzeitig stieg die Zahl der freiwilligen Ausreisen abgelehnter Asylbewerber auf den Rekordwert von 1.588 – fast eine Verdopplung gegenüber 950 im Jahr 2024.
Schuster forderte schärfere Maßnahmen, um Abschiebungen durchzusetzen. Er plädierte für eine Verpflichtung der Airlines, Transportkapazitäten bereitzustellen, und sprach sich dafür aus, reguläre Gefängnisse für die Abschiebehaft zu nutzen. Sein Fokus liegt darauf, die von ihm beschriebene "Wende in der Asylpolitik" weiter zu festigen.
Die aktuellen Daten zeigen: Während die Zahl der Asylanträge in Sachsen sinkt und freiwillige Rückkehren zunehmen, bleiben Abschiebungen eine anhaltende Herausforderung. Schusters Forderungen nach strengeren Vollzugsregeln spiegeln die fortlaufenden Bemühungen wider, die Migrationskontrollen zu verschärfen. Die Entwicklungen deuten auf einen Wandel im deutschen Asylsystem hin.
